16.05.2006 12:16 Alter der Meldung: 4 Jahre

Grundsätzliches über Linux

Früher war die Rollenverteilung in der Computerbranche recht einfach. Das Betriebssystem fast aller Computer hieß DOS oder Windows und kosteten ein nettes Sümmchen. Das Betriebssystem eines auf Intel basierenden Servers hieß Novell von Netware (später auch Windows NT von Microsoft) und kostete noch mehr.

Dann kam Linux und die "gute alte Zeit" war vorbei, denn Linux wird von einer enthusiastischen Programmiergemeinde – geführt von dem Finnen Linus Torvalds – einfach nur aus Spaß und ohne kommerzielle Hintergründe entwickelt (Linux = Linus' UNIX).

 

Aus diesem Grund fallen für die Benutzer keinerlei Lizenzkosten an. Das bedeutet für den Verbraucher, dass er die erworbene Linux-Distribution auf beliebig vielen Computern installieren kann (soweit dies die Nutzungsbedingungen des Herstellers zulassen). Es fallen lediglich geringe Gebühren für den Vertrieb an, denn die Programmierer erstellen nur den Linux-Kern, Firmen wie SuSE, RedHat oder Debian packen Programme dazu und schreiben die Installationsroutinen.

 

Auf dem Servermarkt gab es die größten Veränderungen. Das Betriebssystem läuft so stabil, dass inzwischen fast zwei drittel der Server im Internetbereich mit einer Version von Linux oder UNIX betrieben werden. Eines dieser Systeme war, dank der Absturzsicherheit, schon bei einer Weltraummission dabei.

 

Im Moment wendet sich Linux den Heimanwendern zu. Es mangelt zwar in einigen Bereichen noch an kommerziellen Angeboten oder Spielen, aber es wird jeden Tag neue Software entwickelt und bekannte portiert. Außerdem existieren KDE (K Desktop Environment) und Gnome und werden ständig erweitert / verbessert. Das sind Fenstermanager, die man ebenso leicht wie den Windows-Explorer bedienen kann.

Wobei die "normalen" Programme wie Office-Pakete oder Internetprogramme selbstverständlich unter Linux verfügbar sind.

 

Eines der größen Argumente für Linux im Nichtserver-Umfeld ist momentan die Viren-Thematik. Es gibt für Linux fast keine Viren. (Ganz im Gegensatzt zu Microsoft Betriebssystemen).

Ein Grund liegt vor allem darin dass bei Microsoft Programmen nahezu alles automatisiert worden ist. In den Anfangszeiten von Windows war das auch ein deutliches Argument für Windows. Dieses Feature wurde aber inzwischen so aufgebläht dass die Fehler- und Virenanfälligkeit exorbitant gestiegen ist.

 

Wichtige Vorteile von Linux

Linux ist ein vollwertiges 32-Bit Betriebssystem mit Multi-User-Verwaltung und ausgereiften Sicherheitsroutinen. Genauso gut wie das ganze Programm ist auch die Absturzsicherheit. Seit Jahren laufen schon uralte Versionen von Linux, und zwar durchgehend und absturzfrei. Im Gegensatz zu Windows 9x funktioniert das Multitasking einwandfrei. Ob es zu Verzögerungen kommt, hängt nur von der Größe des Arbeitsspeichers ab. Außerdem ist Linux ein Open Source Projekt. Man kann also den Quellcode einsehen und selbst verändern. Linux an sich ist zudem völlig kostenlos und darf von einer CD auf beliebig vielen Rechnern installiert werden.

 

Linus Torvalds - Wie alles anfing

Linus Torvalds revolutionierte mit einer einzigen Tat die Welt der Betriebssysteme. Er stellte den Quelltext von seinem selbst programmierten Betriebssystem ins Internet, dabei wird gerade dieser von den Programmierern wie ein Staatsgeheimnis behandelt.

 

Torvalds hatte Glück. Andere Programmierer verbesserten seinen Programmcode und passten bestehende Software so an, dass sie unter dem Betriebssystem gestartet werden konnte. So entstand Linux: als Kind des Internets frei verteilbar und unkommerziell. Hunderte von Programmierern basteln auch heute noch unter Torvalds' Leitung an einem leistungsfähigen System, das unter anderem die Computer steuerte, die die Titanic "versenkten". Viele Firmen verlassen sich auf die Freeware, auch im Internetserver-Bereich ist Linux stark verbreitet, weil es sehr geringe Hardwareanforderungen hat.


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